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Tickende Gefahr: Wann ein Aortenaneurysma lebensbedrohlich wird

Minimal-invasive Techniken ermöglichen einen schonenden Eingriff.
Minimal-invasive Techniken ermöglichen einen schonenden Eingriff.
Chefarzt Dr. Felix Härtl
Chefarzt Dr. Felix Härtl

Die Gefäßchirurgie der RoMed Klinik Wasserburg gehört zu den Top-Adressen für minimal-invasive Aorteneingriffe. Das Problem ist: Viele Betroffene ahnen nichts von ihrer Erkrankung.

Ein verstecktes Risiko im Körper

Es kommt leise, wächst unbemerkt und kann ohne Vorwarnung lebensbedrohlich werden: Ein Aneurysma, eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader (Aorta), verläuft oft jahrelang symptomlos. Diese verborgene Gefahr bleibt in vielen Fällen unentdeckt, bis es zu spät ist. „Die meisten Aortenaneurysmen werden zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt“, erklärt Dr. Felix Härtl, Chefarzt der Gefäßchirurgie an der RoMed Klinik Wasserburg. Dabei könnten gezielte Vorsorgeuntersuchungen Leben retten – vor allem bei Menschen mit erhöhtem Risiko.

Modernste Aortenchirurgie in der Region

Die Gefäßchirurgie in Wasserburg gehört, auch im deutschlandweiten Vergleich, zu den Kliniken mit sehr großer Erfahrung bei Aorteneingriffen. Besonders bei komplexen Aortenpathologien setzt die Klinik Maßstäbe. „Wir gehören zu den wenigen Häusern in Südostbayern, die minimal-invasive Eingriffe mit sogenannten fenestrierten und gebranchten Aortenprothesen in relevanter Anzahl durchführen“, betont Dr. Härtl.

Um diese hochspezialisierten Eingriffe zu ermöglichen, ist die Klinik mit modernster Technik ausgestattet: Ein hochmoderner Hybrid-OP kombiniert die Präzision der Chirurgie mit den Vorteilen bildgebender Verfahren, was die Eingriffe besonders schonend und sicher macht.

Eine tödliche Gefahr – und die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung

Aneurysmen entwickeln sich schleichend. Sie treten vor allem bei älteren Männern auf, bei Rauchern und Menschen mit einer familiären Vorbelastung. Diese Risikogruppen sollten besonders auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen achten. „Das Problem ist, dass ein Aneurysma oft keine Beschwerden verursacht – bis es reißt“, erklärt Dr. Härtl. So ein Riss der Aorta führt in den meisten Fällen innerhalb weniger Minuten zum Tod.

Genau deshalb ist eine Vorsorgeuntersuchung so wichtig: Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann gefährliche Veränderungen der Aorta frühzeitig sichtbar machen. In Deutschland gibt es seit 2018 die Möglichkeit, dass Männer ab 65 Jahren über ihre Hausarztpraxis einmalig ein kostenloses Aneurysma-Screening in Anspruch nehmen können. „Wir möchten noch mehr Menschen dazu ermutigen, diese Vorsorge wahrzunehmen“, sagt der RoMed-Experte.

Minimal-invasive Techniken: Fortschritt für die Patienten

Während eine Aortenoperation früher oft ein großer, risikoreicher Eingriff war, setzen die Wasserburger Spezialisten überwiegend auf minimal-invasive Verfahren. Bei diesen Eingriffen wird über kleine Schnitte in der Leiste eine individuell angepasste Aortenprothese endovaskulär in die Hauptschlagader eingebracht. „Mit den neuen fenestrierten und gebranchten Prothesen, das sind Spezialprothesen, die kleine Löcher für Seitenarme haben, können wir auch komplexe Aneurysmen behandeln, die früher nur mit erheblichem Aufwand und hohem Risiko operierbar waren“, so Dr. Härtl.

Diese Methode ist nicht nur schonender für die Patienten, sie ermöglicht auch eine schnellere Erholung und birgt ein geringeres Komplikationsrisiko. „Unser Ziel ist es, den Patienten möglichst sicher und nachhaltig zu helfen, auch bei schwierigen Fällen“, betont der Chefarzt.

„Lassen Sie sich untersuchen!“

Das Team der Gefäßchirurgie in Wasserburg möchte vor allem eines: das Bewusstsein für die Gefahren eines Aneurysmas schärfen. „Wir sehen immer noch zu viele Patienten, die zu spät kommen“, warnt Dr. Härtl. Dabei könne eine frühzeitige Diagnose die Überlebenschancen drastisch erhöhen.

Die Botschaft der Experten ist klar: Menschen aus Risikogruppen sollten sich unbedingt gezielt untersuchen lassen – bevor sich die unerkannte Gefahr zu einer akuten Bedrohung entwickelt. In Wasserburg finden Betroffene nicht nur modernste Technologie, sondern auch ein Team, das zu den Besten in seinem Fach zählt.

Für wen ist die Vorsorge besonders wichtig?

  • Männer ab 65 Jahren
  • Frauen über 65 Jahre mit Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Menschen mit familiärer Vorbelastung
  • Raucher
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